Wohnen im Alter frühzeitig planen

von Robin Kreide

Die BestZeit-Filiale hilft

Team der BestZeit

Wohnen im Alter ist eines der Themen, über das sich Kundinnen und Kunden in der BestZeit-Filiale der Sparkasse Göttingen informieren können. Die Filiale ist exakt auf Menschen über fünfzig zugeschnitten und widmet sich noch vielen weiteren Fragen rund um das Älterwerden. Wir sprachen mit den BestZeit-Beratern Rainer Knauff, Tina Köhler und Tatjana Wieland über Möglichkeiten der Vorsorge in Sachen Wohnen.

 

 

Die BestZeit-Filiale ist nicht nur die erste Bankfiliale dieser Art in Deutschland. Besonders an ihr ist auch, dass das Konzept in enger Abstimmung mit der Zielgruppe im Rahmen von Workshops entwickelt wurde. Warum war das wichtig?

Rainer Knauff: Als Sparkasse begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden viele Jahre lang, oft ein ganzes Leben. Deshalb ist es uns natürlich wichtig, auch ihre Belange und Bedürfnisse im Alter zu kennen. In die Konzeption der Filiale waren unter anderem rund 80 unserer Kundinnen und Kunden zwischen Anfang fünfzig und Mitte achtzig intensiv eingebunden. In mehreren Workshops wurde mit ihnen erarbeitet, was sie vom neuen Filialkonzept erwarten, welche Themen ihnen wichtig sind. Der Name „BestZeit“ wurde ebenfalls in Abstimmung mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern entwickelt.

 

Wohnen im Alter ist eines der Themen, die hier neben Sicherheit, Innovation und Generationen- Management angesprochen werden. Was sind die Hauptfragen, die die Menschen rund um das Thema bewegen?

Knauff: Die Trends beim Thema Wohnen sind vielfältig. Ein Thema, was unsere Kundinnen und Kunden bewegt, sind die „solidarischen Hausprojekte“ wie generationenübergreifendes Wohnen oder die „Senioren-WG“. Auch die Frage, wie Menschen sich in einer Nachbarschaft oder einem städtischen Wohnquartier besser vernetzen können, beschäftigt viele von ihnen. Für sie ist klar: Einsamkeit kann irgendwann ein großes Thema im Alter werden, und das Interesse ist groß, frühzeitig gegenzusteuern. Es geht aber natürlich auch häufig um die Frage, was ich tun kann, um möglichst lange in meinen eigenen vier Wänden zu bleiben. Eine sinnvolle energetische Sanierung des Eigenheims ist ein großes Thema, welches die Menschen ebenfalls beschäftigt.

 

Ab wann sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man im Alter wohnen möchte?

Tina Köhler: Der Zeitpunkt für diese Frage ist sehr individuell und hängt von der persönlichen Lebenssituation ab. Für viele Menschen ergibt sich diese Frage, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Andere beginnen erst darüber nachzudenken, wenn die Wege im Haus oder in der Wohnung beschwerlich werden. Viele unserer Kunden fangen auch an, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, wenn sie sich für die eigenen Eltern überlegen müssen, wie und wo diese im Alter gut zurechtkommen. Sie beginnen dann, sich intensiver mit der Frage zu beschäftigen, wie sie selbst im Alter wohnen möchten. Grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll, sich frühzeitig Gedanken zum Thema „Wohnen im Alter“ zu machen. Wir bieten hier in der BestZeit dazu einiges an Inspiration und auch praktische Lösungen sowie Hilfe bei der Umsetzung, beispielsweise durch die Vermittlung von Kooperationspartnern, an.

 

Was ist Ihrer Erfahrung nach der Hauptgrund, weshalb Menschen im Alter umziehen?

Tatjana Wieland: Da gibt es tatsächlich vielfältige Gründe: Aufgrund altersbedingter Einschränkungen unterschiedlichster Art kommen Menschen oft nicht mehr allein in ihrem Haushalt zurecht und möchten gerne in einer betreuten Einrichtung mit individueller Unterstützung wohnen oder auch zu ihren Kindern ziehen, die sie im Alter unterstützen. Dann gibt es sehr viele Menschen, denen ihr „Familienhaus“ zu groß geworden ist und die sich bewusst verkleinern und dabei schon eine „Barrierefreiheit“ mit einplanen. Daher bauen sie noch mal einen Bungalow oder ziehen in eine moderne, bereits altersgerechte Wohnung. Einige erfüllen sich einen Lebenstraum und leben die Wintermonate im sonnigen Süden, etwa auf den Kanaren, und haben in Deutschland nur noch eine kleine Wohnung. Zu all diesen Themen wollen wir hier in der BestZeit mit den Menschen ins Gespräch kommen, ihnen mögliche Lösungswege vorstellen oder gemeinsam mit ihnen neue Wege erarbeiten.

 

Wie kann die Sparkasse Göttingen Menschen beim Wechsel der Immobilie unterstützen?

Knauff: Auf vielfältige Art und Weise! Wir bieten hier die Expertise des Marktführers bei der Vermittlung von Immobilen in der Region. Egal ob beim Suchen und Finden einer neuen Immobilie oder beim Verkauf der alten Immobilie stehen wir als Sparkasse mit Rat und Tat zur Seite. Eine Immobilie zu verkaufen und parallel eine neue zu erwerben, ist kein einfaches Unterfangen. In Gesprächen mit unseren Kunden stellen wir immer wieder fest, dass die Komplexität einer solchen Transaktion unterschätzt wird und meist große Unsicherheit darüber besteht, wie man sie in der richtigen Reihenfolge und rechtlich einwandfrei bis zum Umzug in die neue Immobilie abwickelt. Hierbei kann die Sparkasse und natürlich auch die BestZeit mit ihrem Know-how und ihrer Erfahrung helfen. Wir unterstützen selbstverständlich auch bei der Planung der finanziellen Mittel und bei der Klärung auftretender Fragen. Und wir können den Menschen Unternehmen vermitteln, die Lösungen für konkrete Herausforderungen bieten, etwa bei Umbaumaßnahmen, bei altersgerechten Möbeln oder der Umsetzung ganz individueller Wohnträume.

 

Welche Trends für das Wohnen im Alter sehen Sie?

Köhler: Ein großer Trend ist es, in die eigenen Wohnträume zu investieren und sich das Zuhause richtig schön zu gestalten. Das können Accessoires sein, die das Leben einfacher machen. Oder auch entsprechende funktionelle Möbel, die durch innovative Unterstützungen den Alltag erleichtern. Natürlich sind auch die altersgerechten barrierefreien Umbaumaßnahmen ein Trend, der dafür sorgt, dass unsere Kunden selbst bei eingeschränkter Mobilität so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen können.

 

Welche Umbaumaßnahmen bieten sich an?

Wieland: Mögliche Maßnahmen, die sich frühzeitig umsetzen lassen, sind zum Beispiel ein ebenerdiger Zugang zum Haus und der Terrasse oder der Einbau einer bodentiefen Dusche. Wichtig ist der Abbau von Türschwellen und eine mögliche Verbreiterung der Türen. Eine gute Idee ist es, hilfreiche Technik zu installieren, wie etwa automatische Rollläden und eine helle Außenund Innenbeleuchtung sowie Steckdosen auf Armhöhe. Bei einem Haus gehört die Umgestaltung der Außenanlage dazu. Die Zahl der Beete kann reduziert, der Parkraum übersichtlich gestaltet werden. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Natürlich spielt auch der Einbau von Sicherheitstechnik eine wichtige Rolle, um sich rundum sicher zu fühlen.

 

Was gibt es bei einem Umzug aus Altersgründen noch zu bedenken?

Knauff: Es kann durchaus sinnvoll sein, Immobilienvermögen frühzeitig auf spätere Erben zu übertragen. Wir können hier mit wertvollen Hinweisen unterstützen. Mit unserem zertifizierten Generationenmanager können wir auf Wunsch individuelle Lösungsmöglichkeiten erarbeiten, bis hin zur rechtlichen Umsetzung beim Notar. Auch hier gilt: Die Best- Zeit kann wertvolle Impulse und Lösungsansätze bieten und mit unseren Netzwerkpartnern individuelle Lösungen finden. Ein Besuch bei uns lohnt sich immer!

 

 

Das Foto zeigt das BestZeit-Beratungsteam (v.l.n.r.): Tina Köhler, Rainer Knauff und Tatjana Wieland

 

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